Fachhochschule Südwestfalen

Am Standort Iserlohn der Fachhochschule Südwestfalen wird im Fachbereich Informatik- und Naturwissenschaften erfolgreich auf den Gebieten der Biotechnologie und Biomaterialien geforscht. In der Biomaterialforschung ist das Verhältnis zwischen den Oberflächeneigenschaften von Werkstoffen und der biologischen Reaktion darauf ein zentraler Forschungsschwerpunkt. Das Verständnis dieser Zusammenhänge ermöglicht eine gezielte Gewebeantwort auf bestimmte Oberflächenmodifikationen und dadurch eine Verbesserung der Implantate. Die Arbeitsschwerpunkte liegen hier u.a. in der Anpassung biologisch relevanter Werkstoffeigenschaften an medizinische Einsatzgebiete sowie in der Biokompatibilitätsprüfung von Implantatwerkstoffen durch Zellviabilitätstests und Zellfunktionsprüfungen.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Eva Maria Eisenbarth wurde jüngst ein Beitrag zur Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Biokompatibilität mit dem Evonik Preis "Nano & Bio" ausgezeichnet. Nina Kumpf untersuchte hier den Einfluss nanostrukturierter TiO2-Schichten aus dem Sol-Gel-Prozess auf die Biokompatibilität. Ziel der Forschungsarbeit ist die Entwicklung von Beschichtungen, die durch nanoskalige Oberflächentopographien eine Verbesserung der Biokompatibilität erzielen. Den Verbund zwischen Knochen und Biomaterial zu optimieren, stellt einen entscheidenden Grundstein für den Erfolg eines orthopädischen oder dentalen Implantats dar. Je optimaler sie sich in das eigene Knochenmaterial integrieren, desto länger ist die Haltbarkeit und desto geringer sind Abstoßungserscheinungen und Entzündungen durch Materialabrieb.