Für das Gesundheits- und Pflegenetzwerk Plettenberg-Herscheid unterschrieben die Bürgermeister der Gemeinde Herscheid, Uwe Schmalenbach, und der Stadt Plettenberg, Ulrich Schulte, sowie für die Praxisnetz Lennetz GmbH Dr. Martin Biller (Geschäftsführung) und Hartmut Rohlfing (Ärztlicher Leiter) eine Kooperationsvereinbarung.

In enger Partnerschaft haben sich die Vertragspartner als Ziel gesetzt, die gesundheitliche und pflegerische Versorgung unter besonderer Beachtung der gegebenen und zu erwartenden Altersstruktur in unserer Region zu stabilisieren und zu verbessern. Vieles, was bisher jeder für sich machte, kann nun gebündelt, somit zu einer besseren Versorgungsqualität führen und auch wirtschaftlicher dargestellt werden.

In der Pressemitteilung heißt es: „Gerade vor dem Hintergrund einer zunehmenden Zahl älterer und hochaltriger Patientinnen und Patienten, von denen viele eine demenzielle Erkrankung haben, ist ein reibungsloses Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure aus Pflege, Medizin und Therapie unabdingbar.“ Dazu werden sich gegenseitig die Beteiligten der Kooperationspartner zu den jeweiligen Runden Tischen, Fortbildungen oder Gesellschafterversammlungen gegenseitig einladen und besuchen.

Mobil Sorglos und Telemedizin als gemeinsame Handlungsfelder

Ganz konkret wird das erste gemeinsame Projekt „Mobil Sorglos“ sein. Wie Jonas Borgmann vom Sozialdienst der Stadt Plettenberg wusste, soll es am 1. April mit dem Teil A, dem Bringdienst starten. Der Teil B mit mobilen Video Sprechstunden folgt frühestens im Juli.

Hartmut Rohlfing, Ärztlicher Leiter der Lennetz GmbH und niedergelassener Internist in Halver, berichtete, dass von der EU Mittel zur gesundheitlichen Versorgung im ländlichen Raum bereitgestellt werden. „Dabei spielt die Telemedizin eine große Rolle.“ Und weiter: „Wir können uns jetzt kennenlernen und freuen uns auf eine ganz andere Form der Zusammenarbeit.“

Gemeinsam dem akuten Ärztemangel begegnen

Torsten Sauer, Leiter der Gesundheits- und Pflegeberatung des Märkischen Kreises in Altena, koordinierte die Kontakte zwischen den Netzwerken. Er bemerkte: „Heute ist ein wichtiger Tag für die Region. Es werden nun weitere wünschenswerte Kontakte zwischen den Ärzten und Organisationen geknüpft und eine enge Zusammenarbeit unter der Beachtung des demografischen Wandels beginnt. Dafür war die Anerkennung der Lennetz GmbH durch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) von großer Bedeutung. Gemeinsam wird es leichter sein, dem akuten Ärztemangel zu begegnen.“